Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"
laumat.at/Matthias Lauber

9 Fotos und 2 Filmbeiträge

Circus Hans Peter Althoff in Wels-Lichtenegg gestrandet

Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"

Online seit 07.11.2020 um 14:18 Uhr

Wels.

"Das ganze Jahr war sehr schwierig für uns, anstatt etwas aufzuholen, sind wir jetzt schon im zweiten Lockdown" - die Situation für den derzeit in Wels-Lichtenegg gestrandeten Zirkus ist prekär.

Eine Lösung für eine vorübergehende feste Unterkunft des Zirkus im Trockenen konnte erfreulicherweise zwischenzeitlich gefunden werden, die Situation ist aber dennoch äußerst prekär: "Damit beispielsweise das Zelt bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen getrocknet werden kann, um es jetzt für voraussichtlich mehrere Wochen einlagern zu können, müssen wir es heute heizen, das alleine kostet etwa 70 bis 80 Euro. Wir sind in Wels gestrandet. Wir hätten ja eigentlich jetzt noch bis kommenden Sonntag Veranstaltungen gegeben. Leider Gottes hatten wir am Dienstag den zweiten Lockdown, obwohl wir uns eigentlich noch im ersten Lockdown befinden, weil das ganze Jahr sehr schwierig war für uns, da wir erst wieder Mitte Juni gastieren durften. Die Hauptsaison ist das Frühjahr und der Herbst. Wir dachten, dass wir das im Herbst noch etwas aufholen können bis Dezember und jetzt sind wir schon im zweiten Lockdown. Wir hatten ein paar kleine Reserven, die Rücklagen sind aufgebraucht. Im Sommer haben wir nicht sehr viel verdient, die Leute haben Abstand genommen. Wir haben gesagt, wenn wir unseren Lebensunterhalt verdienen, dann reicht es schon aus. Es hätte jetzt niemand gedacht, dass es jetzt so schnell zum zweiten Lockdown kommt. Wir konnten hier jetzt nur drei von neun angesetzten Tagen gastieren. Von der staatlichen Seite bekommen wir keine Unterstützung, das ist zwar immer angepriesen worden, aber die Zirkusse sind da in Vergessenheit geraten", schildert Karina Degen vom Circus Hans Peter Althoff, der bis am Sonntag noch auf der Trabrennbahn in Wels aufgestellt ist, im laumat|at-Interview.
Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) hat dem Zirkus unbürokratisch angeboten, ab Montag in die angrenzende Viehzuchthalle im Welser Messegelände zu übersiedeln, damit die Tiere dort trocken untergebacht werden können, solange dieser Lockdown anhält.
"Die Leute sind bei der Viehzuchthalle dann ab kommender Woche sehr herzlich willkommen, wenn sie uns etwas vorbeibringen möchten, wir können Heu, altes Brot für die Tiere, eventuell Lebensmittel für uns, Gasspenden, Geldspenden, Sachspenden gebrauchen, wir sind leider momentan auf jede Hilfe angewiesen. Die Leute, die helfen wollen können sich aber gerne auch vorher bei uns telefonisch melden, dann kann ich ihnen sagen, was wir gerade dringend brauchen und wie sie am besten helfen können", so Karina Degen, die Juniorchefin des Circus Hans Peter Althoff weiter.

Kontakt:
Karina Degen, Circus Althoff
+43 660 7603361




Videostrecke

Zirkus im Lockdown | Dauer: 4:44 | 07.11.2020
Film: laumat.at | Kamera: Matthias Lauber | Schnitt: Matthias Lauber



Karina Degen, Circus Althoff | Dauer: 3:30 | 07.11.2020
Film: laumat.at | Kamera: Matthias Lauber | Schnitt: Matthias Lauber



Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"

Seit Dienstag sind die Zirkusbesucherinnen und Besucher durch die Covid-19-Maßnahmen sozusagen wieder ausgesperrt.
Foto: laumat.at/Matthias Lauber


Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"

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Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"

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Situation für Zirkus prekär: "Vom ersten Lockdown sozusagen direkt in den zweiten Lockdown"

Karina Degen, Juniorchefin des Circus Althoff
Foto: laumat.at/Matthias Lauber


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Karina Degen, Juniorchefin des Circus Althoff
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am 07.11.2020 um 11:47 Uhr erstellt,
am 07.11.2020 um 14:18 Uhr veröffentlicht,
am 07.11.2020 um 14:18 zuletzt aktualisiert.



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