Marchtrenk. In Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) hat am Sonntag ein spektakulärer Brückeneinschub einer 1.800 Tonnen schweren Eisenbahnbrücke stattgefunden.
Von Samstagabend (13.06.2026) bis Sonntagabend (14.06.2026) war die A25 Welser Autobahn zwischen Wels-Nord und Wels-Ost beziehungsweise Marchtrenk-West aufgrund eines Brückeneinschubs gesperrt. Eine 93 Meter lange und 1.800 Tonnen schwere Brücke wurde im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Westbahnstrecke am Sonntag über die Fahrspuren der A25 Welser Autobahn geschoben. Hydraulische Spezialsysteme kamen zum Einsatz. Nebenan wurden zuvor bereits eine Brücke neu errichtet sowie eine alte Brücke abgetragen und ebenfalls neu errichtet. Die dritte und letzte Brücke wird als Stabbogenbrücke ausgeführt und wurde im Nahbereich errichtet und am Sonntag nun über die Autobahn geschoben. In den kommenden Monaten wird dann die Brücke fertiggestellt und die Schieneninfrastruktur errichtet.
Die A25 Welser Autobahn war zwischen Wels-Nord und Wels-Ost beziehungsweise Marchtrenk-West in beiden Fahrtrichtungen für rund einen Tag gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig über die A1 Westautobahn und die A8 Innkreisautobahn beziehungsweise über die B1 Wiener Straße und die B137 Innviertler Straße durch das Stadtgebiet von Wels umgeleitet.
"Bereits zwei von drei Eisenbahnbrücken über die A25 Welser Autobahn wurden nach rund 50 Einsatzjahren modernisiert. Zur Erweiterung auf vier Gleise wurde nun eine zusätzliche Brücke in ihre Endlage gebracht. Das Tragwerk für die neue Eisenbahnbrücke wurde in den vergangenen Monaten bereits neben der Trasse im Bereich Wels-Maxlhaid hergestellt. (...) Verschoben wurde die Brücke mithilfe einer speziellen Gleitbahntechnologie. Ein hydraulisches Fluid-System mit Stickstoffunterstützung reduzierte die Reibung erheblich und ermöglichte das kontrollierte Verschieben des Bauwerks. Sogenannte Jack-up-Türme hoben die Brücke an, führten sie während des gesamten Vorgangs präzise und sorgten für die notwendige Stabilität, um die Endposition millimetergenau erreicht werden konnte. (...) Das Einschieben der Brücke zählt zu den innovativen Meilensteinen beim viergleisigen Ausbau der Weststrecke."
ÖBB Presseaussendung
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