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vom 26.05.2026 22:00
Örtlichkeit ausgerechnet dem Schutzpatron der Tiere geweiht
Schnüre gegen Enten über einem Teich in Wels-Vogelweide lösen regelrechten Shitstorm aus
Hohe Wellen schlägt derzeit ein Facebook-Posting um Schnüre, die über einen Teich in Wels-Vogelweide gespannt wurden, offenbar um Enten dort zu verhindern.
Wels. Hohe Wellen schlägt derzeit ein Facebook-Posting um Schnüre, die über einen Teich in Wels-Vogelweide gespannt wurden, offenbar um Enten dort zu verhindern. Besonders paradox: Der Teich ist ausgerechnet bei einer Pfarrkirche situiert, die eigentlich dem Schutzpatron der Tiere - dem Heiligen Franz von Assisi - geweiht ist. Viele Posterinnen und Poster stößen sich gerade auch an dem Umstand.
Hundertfach geteilt und tausendfach kommentiert wird derzeit in Sozialen Medien ein Posting über einen Teich hinter einem Kirchengebäude im Welser Stadtteil Vogelweide, weil dort Schnüre über den Teich gespannt wurden, um Enten zu verhindern. Die Schnüre sollen dort offenbar immer wieder zur Falle für Enten werden, die im Teich landen wollen. Der Grund für die Installation der Schnüre war offenbar eine erhebliche Verunreinigung des Teiches durch die Enten, welche auch vom angrenzenden Grünbach kommen und damit die Verweildauer am Teich zu redzieren. Zahlreiche Posterinnen beziehungsweise Poster unterstellen "Tierquälerei", "Doppelmoral der Kirche" oder befürchten, dass sich der Heilige Franziskus "vermutlich im Grab umdrehen" würde und rufen zum Kirchenaustritt auf.
Verletzte Enten hätte es noch nie gegeben, erklärte man dem Ersteller des Postings am Dienstag seitens der betroffenen Pfarrgemeinde, weshalb man es vorerst auch so belassen werde: "Unser Teich wurde nicht als Ententeich angelegt. Die gespannten Schnüre dienen ausschließlich dazu, die Aufenthaltsdauer der Enten im Teichbereich zu verringern. Hintergrund ist die starke Verschmutzung durch Entenkot, dessen Entfernung mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Wichtig ist uns klar festzuhalten: Keine Ente wurde verletzt oder ist zu Schaden gekommen", so die betroffene Pfarrgemeinde in einem Facebook-Kommentar.
"Auf dem Gelände der Pfarrgemeinde Wels-St. Franziskus (vormals Pfarre Wels-St. Franziskus, Anm.) gibt es einen Teich, an dem seit Jahren Enten nisten und dort auch bald wieder mit ihren Küken schwimmen wollen. Seit diesem Jahr wurden dort jedoch dünne Drähte beziehungsweise Schnüre knapp über der Wasseroberfläche gespannt. &8203,Das Problem dabei ist, dass die Enten diese Schnüre beim Landeanflug nicht sehen können. Sie verheddern sich darin und strangulieren sich beim Landen fast. Dies stellt eine massive Verletzungs- und Lebensgefahr für die Tiere dar."
Florian M. via Facebook
"Rund um unser Grundstück befinden sich zwei Bäche, aus denen die Enten kommen und wo sie natürlicherweise leben, fressen und sich aufhalten. Unser Teich wurde nicht als Ententeich angelegt. Die gespannten Schnüre dienen ausschließlich dazu, die Aufenthaltsdauer der Enten im Teichbereich zu verringern. Hintergrund ist die starke Verschmutzung durch Entenkot, dessen Entfernung mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Wichtig ist uns klar festzuhalten: Keine Ente wurde verletzt oder ist zu Schaden gekommen. Es handelt sich um gespannte Schnüre und nicht um Stacheldraht. Wir bitten darum, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen oder falsche Informationen zu verbreiten. Es wurde bewusst darauf geachtet, eine Lösung zu wählen, bei der kein Tier verletzt wird."
Pfarrgemeinde Wels-St. Franziskus via Facebook
Fotos
laumat/Matthias Lauber
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