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Michael Köhlmeier in Wels
laumat.at/Matthias Lauber

Michael Köhlmeier in Wels

Online seit 05.03.2010

Wels.

Michael Köhlmeier kam am Abend des 05. März 2010 in die Pfarre Wels St.Josef. Vor Beginn der Lesung hatte er sich die Uhr des Pfarrers ausgeborgt, dies habe er schon öfters so gemacht und so sei er zu einer prächtigen Uhrensammlung gekommen, scherzte Köhlmeier.

Köhlmeier, bekannt als Spezialist für alte Geschichten aus neuem Blickwinkel, schlug sein Buch auf und begann mit der Erzählung des Leben Jesu aus der Sicht des "ungläubigen" Thomas. "Jerusalem als Kaff" die Leute als "leichtgläubig", in Köhlmeiers humorvoller, aber niemals zynischer Sprache las sich die Geschichte Jesu wie ein moderner Psychothriller, durchwegs spannend.

Im Anschluss an die Lesung stellte sich Köhlmeier einigen Fragen von Pfarrer Johann Bräuer auf der Bühne. Köhlmeier betonte gleich einmal vorab, dass er kein religiöser Mensch sei, trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen entwickelten sich einige interessante Dialoge. Auf eine Frage aus dem Publikum was denn die Bibel für den Herrn Pfarrer bedeute, lenkte Köhlmeier sofort ein und schlug vor, dass er das für den Herrn Pfarrer beantworten würde und doch Pfarrer Bräuer die Antwort für ihn geben sollte. Fasziniert von dem für ihn logischen Gleichnis "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Einer nach dem anderen ging weg, die Älteren zuerst". Da könne man auch vermuten: "Je älter das Leben, desto größer die Sünden", diese und ähnliche humorvolle Sichtweisen machten diesen Abend zu einem literarischen Höhepunkt des kbw-Jahresprogramms.

Im Anschluss an die Lesung signierte der in Vorarlberg geborene Schriftsteller noch einige seiner Werke.

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Foto: laumat.at/Matthias Lauber | FotoID: 1236

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von Matthias Lauber
am 05.03.2010 erstellt.