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BZÖ Brunmair: "Präventionsautomat für Heroinsüchtige dringend verbesserungswürdig"
laumat.at/Matthias Lauber

BZÖ Brunmair: "Präventionsautomat für Heroinsüchtige dringend verbesserungswürdig"

Online seit 12.11.2012 um 17:47 Uhr, aktualisiert am 24.02.2014 um 19:20 Uhr

Wels.

Seit einem halben Jahr wird in Wels über die Präventionsautomaten für Heroinsüchtige teilweise heftig diskutiert. Anlassfall war ein neunjähriger Schüler, der mit den Utensilien für den Drogenkonsum nach Hause gekommen war. Konkrete Ergebnisse hat es aber bis heute noch nicht gegeben. Im Rahmen dieser Diskussion trafen sich Stv. Landesparteiobmann des BZÖ Dr. Josef Brunmair und BZÖ-Stadtsprecher Martin Roschanz mit dem Leiter des Gesundheitsdienstes der Stadt Wels, Dr.med. Hubert Zödl, zu einem Austausch der Standpunkte zu diesem Thema. Trotz der teilweise unterschiedlichen Ansichten kam ein sehr gutes und informatives Gespräch zu Stande.

"Wir haben große Bedenken, Kindern und Jugendlichen ungehinderten Zugang zu den Utensilien für den Drogenkonsum zu ermöglichen. Weiters ist - unserer Ansicht nach - auch die Entsorgung der verwendeten Spritzen ein Thema, welches bisher eher ungeachtet blieb," so Dr. Josef Brunmair. Es werden von den Süchtigen viele verwendete Spritzen nicht fachgerecht entsorgt. Diese Spritzen stellen dann ein großes Gefahrenpotential hinsichtlich der Infektions- und Verletzungsgefahr dar, wenn sie beispielsweise einfach auf Spielplätzen weggeworfen werden. So wurde vorgeschlagen ein Rückgabe-/Entsorgungssystem zu entwickeln, dass etwa bei der Abgabe von verwendeten Spritzen, frische Spritzen abgegeben werden, oder die Süchtigen einen Jeton dafür erhalten. So könnte zumindest die sichere Entsorgung verbessert werden. "Generell muss es aber auch möglich sein, bessere und sicherere Präventionsautomaten zu installieren, um Kindern den Zugang zu den Utensilien zu erschweren. Kosten dürfen hierbei keine wesentliche Rolle spielen, denn es werden in der Stadt Wels für zahlreiche weniger sinnvolle Projekte und Vorhaben öffentliche Gelder in verwendet," fordert BZÖ-Stadtsprecher Martin Roschanz. Dr.med. Hubert Zödl erläuterte daraufhin ausführlich die aufsuchende Arbeit der StreetworkerInnen und betonte die Wichtigkeit der Harm-Reduction (Schadensminimierung) im Umfeld der suchtkranken.

"Im Sinne dieses Gespräches mit dem Leiter des Gesundheitsdienstes der Stadt Wels, Dr.med. Hubert Zödl, fordern wir die Verantwortlichen der Stadtpolitik auf, unsere Verbesserungsvorschläge rasch umzusetzen. Wenn es um die Sicherheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geht, sind Kosten für verbesserte Automaten sowie ein sicheres Entsorgungssystem kein Argument," so LAbg.a.D. Dr. Josef Brunmair.

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von Matthias Lauber
am 12.11.2012 um 17:47 Uhr erstellt,
am 24.02.2014 um 19:20 zuletzt aktualisiert.