Kurzmeldung
Legionellenausbruch in Linz: 32 Personen an Legionellose erkrankt
Die Untersuchungen nach dem Grund für einen Legionellenausbruch im Raum Linz laufen derzeit auf Hochtouren. Bisher sind 32 Krankheitsfälle bekannt.

Die Untersuchungen nach dem Grund für einen Legionellenausbruch im Raum Linz laufen derzeit auf Hochtouren. Bisher sind 32 Krankheitsfälle bekannt.
Matthias Lauber
Lokalredaktion
Heute, 21:43 Uhr
Lesezeit
2 Minuten
Linz/Leonding. Die Untersuchungen nach dem Grund für einen Legionellenausbruch im Raum Linz laufen derzeit auf Hochtouren. Bisher sind 32 Krankheitsfälle bekannt, wie das Land Oberösterreich, die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, das Magistrat Linz und die Österreichische gentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in einer gemeinsamen Medieninformation am Samstagvormittag bekanntgaben.
"Seit Beginn der Häufung von schweren Lungenentzündungen durch Legionellen im Raum Linz sind mittlerweile insgesamt 32 Personen erkrankt, davon sind drei Personen verstorben. Derzeit befinden sich noch fünf Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung. Die Gesundheitsbehörden setzen die umfangreichen Untersuchungen zur möglichen Identifizierung von Infektionsquellen weiter fort. Bislang wurden rund 200 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und technischen Anlagen gezogen. Ein Großteil der Proben wurde bereits durch das Referenzlabor der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit untersucht. Bei der Kühlanlage eines Gewerbebetriebes im Raum Linz-Leonding (Bereich Doppl bziehungsweise Haidfeldstraße) wurden ebenfalls relevante Legionellen (Legionella pneumophila, Serogruppe 1) nachgewiesen. Die Anlage wurde sofort stillgelegt und einer Desinfektion unterzogen. Nach Abschluss der Reinigung erfolgt eine neuerliche Beprobung, um den Erfolg der gesetzten Maßnahmen zu überprüfen. Bei einer weiteren Kühlanlage eines Unternehmens im Industriegebiet östlich der A7 Mühlkreisautobahn waren zu Beginn dieser Woche ebenfalls Legionellen nachgewiesen worden. Durch die laufende mikrobiologische Untersuchung und Typisierung der Erreger lässt sich der Befund mittlerweile genauer einordnen. Nach dem derzeitigen Stand gibt es keinen mikrobiologischen Hinweis darauf, dass die in dieser Anlage nachgewiesenen Legionellen mit dem aktuellen Ausbruchsgeschehen im Raum Linz in Zusammenhang stehen. Diese Einschätzung deckt sich sowohl mit der technischen Bewertung der Anlage als auch mit der epidemiologischen Bewertung des Ausbruchsgeschehens."
Land Oberösterreich
Presseaussendung
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