Kurzmeldung
Einsatz nach Chlorgasaustritt im Hallenbad in Freistadt
In Freistadt standen die Einsatzkräfte zweier Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag bei einem Chlorgasaustritt im Bereich des Hallenbades im Einsatz.

In Freistadt standen die Einsatzkräfte zweier Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag bei einem Chlorgasaustritt im Bereich des Hallenbades im Einsatz.
Matthias Lauber
Lokalredaktion
Heute, 18:27 Uhr
Lesezeit
3 Minuten
Freistadt. In Freistadt standen die Einsatzkräfte zweier Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag bei einem Chlorgasaustritt im Bereich des Hallenbades im Einsatz.
"Ein gemeldeter Chlorgasalarm im Bereich des Hallenbades in Freistadt führte in der Nacht auf heute zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz. Die stationäre Gasüberwachungsanlage hatte erhöhte Werte angezeigt, nachdem zuvor ein Passant einen akustischen Alarm wahrgenommen und die Polizei verständigt hatte. Nach der Alarmierung durch die Polizei rückten die Einsatzkräfte zur Erkundung aus. Auf Anfahrt wurden wir über die Landeswarnzentrale auf einen bestätigten Chlorgasaustritt in Kenntnis gesetzt. Zunächst wurden die umliegenden Freiflächen sowie der Sportplatz kontrolliert und großräumige Absperrmaßnahmen eingerichtet. Betroffen waren die Bahnhofstraße im Bereich Hallenbad und Freibad sowie die angrenzenden Siedlungsstraßen. Da die Feuerwehr über kein eigenes Messgerät für Chlorgas verfügt, wurde das Gefahrenstofffahrzeug der Feuerwehr nachalarmiert. Erste Messungen unter Atemschutz im Außenbereich sowie vor den betroffenen Räumen verliefen negativ. Gleichzeitig zeigte die stationäre Überwachungsanlage direkt neben der Chlordosierungsalage im Bereich des Lager- und Einspeiseraumes jedoch deutlich erhöhte Werte an. Aufgrund dieser Lage wurde die Schutzstufe 3 ausgerufen und ein Erkundungseinsatz der betroffenen Räume unter Vollschutz durchgeführt. Zusätzlich richteten die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz ein. Im weiteren Verlauf wurden unter Vollschutz weitere Messungen durchgeführt. Zudem erfolgte die Beaufschlagung der Chlorgasflaschen mit Ammoniak, um mögliche Austrittsstellen eindeutig lokalisieren zu können. Für diese Arbeiten wurden weitere speziell ausgebildete Kräfte aus Feuerwehren des Bezirkes hinzugezogen. Dabei konnte schließlich ein leichter Gasaustritt an einer leeren Chlorgasflasche festgestellt werden, die gegen 20:00 Uhr gewechselt worden war. Die betroffene Flasche wurde mittels Notfallset provisorisch abgedichtet. Anschließend erfolgten weitere Kontrollmessungen sowie eine aktive Belüftung der Räumlichkeiten mit Lüftern unter Vollschutz. Aufgrund der weiterhin erhöhten Anzeige der stationären Anlage wurde die Lage über einen längeren Zeitraum beobachtet. Nach zahlreichen negativen Kontrollmessungen und einer eingehenden Beurteilung der Situation entschieden die Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden, die betroffenen Bereiche abgesperrt zu belassen und eine weitere Kontrolle am Morgen durchzuführen. Bei den Nachmessungen, die erneut gemeinsam mit den Messgeräten durchgeführt wurden, konnten keine erhöhten Chlorgaskonzentrationen mehr festgestellt werden. (....) Verletzt wurde niemand."
Feuerwehr Freistadt
Presseaussendung
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