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Kurzmeldung

Diebstahl von Baumaterial geklärt

Diebstahl von Baumaterial geklärt

Online seit 08.10.2020 um 10:55 Uhr

Oberösterreich/Niederösterreich.

Bei umfangreichen Ermittlungen gelang es Polizisten, einen gewerbsmäßigen Diebstahl von Baumaterial zu klären. Demnach werden zwei bosnische Staatsangehörige, ein 33-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck und ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Schärding, beschuldigt, seit Mitte Juni 2020 in Ober- und Niederösterreich in 21 Fällen Baumaterial für Fassaden- und Verputzarbeiten gestohlen zu haben. Für die Taten hatte einer der beiden einen Transporter angemietet, mit dem sie meist in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, nachdem die Arbeiter das Gelände bereits verlassen hatten, zu den Baustellen fuhren, das Diebesgut verluden und abtransportierten. Das Baumaterial verkauften sie anschließend weiter. Am 14. Juli 2020 gelang es den Beamten, die beiden festzunehmen. Bei ihren Einvernahmen gaben sie als Motiv Spielschulden und Suchtmittelkonsum an. Als Auftraggeber fungierte ein 34-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Linz-Land. Auch er wurde festgenommen. Außerdem half ein 45-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Vöcklabruck beim Diebstahl der Bitumenbahnen. Zusätzlich forschten die Beamten einen 54-Jährigen aus Linz aus, der seit 2014 illegal in Österreich aufhältig zu sein und sich seinen Lebensunterhalt durch Schwarzarbeit finanziert zu haben. Er wurde wegen fremdenpolizeilicher Bestimmungen festgenommen. Bei den Ermittlungen stießen die Polizisten auch auf das Beutelager der Beschuldigten im Gemeindegebiet von Hörsching und auf mehrere Hehler. Insgesamt fanden sie etwa 200 Bund Fassadendämmplatten, mehrere Tausend Vollwärmeschutzdübel, dutzende Glasgeweberollen und Kantenschutzprofile, etwa 240 Säcke Klebespachtel, 120 Kübel mit Putz, mehrere Paletten Bitumenbahnen und über 100 Deckenstützen. Durch Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen gelang es, einen Großteil der Beute wieder an die Besitzer auszufolgen. Zu den strafrechtlichen Anzeigen bei den beiden Hauptbeschuldigten kommen darüber hinaus noch etwa 70 verwaltungsrechtliche. Dies hauptsächlich deshalb, weil sie den Transporter ohne gültige Lenkberechtigung gelenkt haben. Bis zum Abschluss der Ermittlungen Anfang Oktober befanden sich die beiden in Untersuchungshaft, so die Polizei.



von Matthias Lauber
am 08.10.2020 um 10:55 Uhr erstellt,
am 08.10.2020 um 10:55 Uhr veröffentlicht.