Wels. Das Rote Kreuz Wels hat am Mittwoch bei der alljährlichen Pressekonferenz Bilanz über ein "arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr" gezogen. 48.685 Einsätze im Rettungsdienst und 2.607 im Notarztdienst wurden verzeichnet.
346.874 geleistete Stunden sind das in allen Bereichen zusammen. Insgesamt verzeichne man einen hohen Zulauf an Freiwilligkeit. Der Zulauf sei derzeit zum Glück höher als die Abgänge und das obwohl die Anforderungen in vielen Bereichen höher werden, wie beispielsweise im Rettungsdienst, wo die Ausbildungsanforderungen gestiegen sind. Das Fahrtenaufkommen werde trotz aller Bemühungen entgegenzuwirken mehr, damit die Rettung nicht zum "Lieferservice" wird. Eine große Stütze sind einerseits die Freiwilligen, die das Freiwillige Soziale Jahr absolvieren, aber auch die "Spätlese" also Quereinsteiger. Die Diskussion um die Verlängerung des Wehrdienstes und der damit verbundenen Verlängerung des Zivildienstes sehe man gelassen, weil die Zeit für die Ausbildung die selbe bleibe und für das Rote Kreuz die positive Eigenschaft, dass man die Zivildiener dann etwas länger behalten kann, überwiegt.
Ab 25. September 2026 wird für Oberösterreich und damit auch im Einzugsbereich der Bezirksstelle Wels während der Nachtstunden auch ein Notarzthubschrauber - Christophorus Europa 3 - verfügbar sein, der damit als zusätzliche Versorgungsmöglichkeit zur Verfügung steht.
"Heute, wo Schlagzeilen über Finanzierungs- und Personalkrisen in vielen sozialen Bereichen für Verunsicherung sorgen, gewinnt das Miteinander wieder stärker an Bedeutung. Genau hier setzen wir mit unserer Arbeit an. Wir begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen und bieten Hilfe dort an, wo Unterstützung dringend benötigt wird."
Bernhard Ploier
Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz Wels
"Sie können immer auf uns zählen, wenn Sie rasche Hilfe brauchen. Wir sind im Hintergrund für Sie da, wenn Sie auf dem Volksfest oder bei Großveranstaltungen Ihre Freizeit genießen, und wir sind vorbereitet auf künftige Großereignisse in und um Wels. Mit unserem Team aus Ehrenamtlichen, Beruflichen und Zivildienern ist das Rote Kreuz in Ihrem Umfeld optimal aufgestellt."
Andreas Heinz
Bezirksrettungskommandant Rotes Kreuz Wels