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vom 05.10.2026 17:31

Kurzmeldung

Bergsteiger aus Gletscherspalte gerettet

In Hallstatt (Bezirk Gmunden) sind am späten Samstagnachmittag zwei Bergsteiger in eine Gletscherspalte gestürzt. Die mehrstündige Rettungsaktion dauerte bis weit in die Nacht hinein.

Matthias Lauber
Lokalredaktion

06.09.2026, 16:16 Uhr

Lesezeit
2 Minuten

Hallstatt. In Hallstatt (Bezirk Gmunden) sind am späten Samstagnachmittag zwei Bergsteiger in eine Gletscherspalte gestürzt. Die mehrstündige Rettungsaktion dauerte bis weit in die Nacht hinein.

"Am 06. September 2026 kam es gegen 17:30 Uhr zu einem Absturz einer Seilschaft in eine Gletscherspalte im Bereich der Randkluft am Hohen Dachstein. Zwei Freunde aus Deutschland, 32 und 39 Jahre alt, erreichten am Samstagnachmittag nach dem Aufstieg über den "Schulteranstieg" den Gipfel des Hohen Dachstein. Für den Abstieg wählten die beiden Männer die Variante über den "Randkluftsteig". Die zwei Freunde waren für die Klettersteige entsprechend ausgerüstet und hatten bis zum Ende der Kletterpassagen wenig Schwierigkeiten. Der Randkluftsteig endet jedoch auf einer Seehöhe von 2.700 Metern im oberen Bereich des derzeit stark durch Spalten bedeckten Hallstätter Gletschers. Die beiden beschlossen, das etwa 40 Grad steile Eisfeld als Gletscherseilschaft, verbunden durch ein 10 Meter Seilstück, gleichzeitig abzusteigen. Nur wenige Meter am steil abfallenden Gletscher verlor der Hintere der Seilschaft den Halt und kam zu Sturz. Durch das Abgleiten des ersten Bergsteigers wurde auch der zweite Mann mitgerissen und beide stürzten in eine darunterliegende Gletscherspalte. Trotz schwerer Verletzungen konnte einer der beiden noch ein Notruf absetzten. Bergretter aus der Steiermark und Alpinpolizisten aus Oberösterreich begaben sich mit der Dachstein Südwandbahn und zeitgleich mit dem Polizeihubschrauber zum Unfallort. Die ersten Einsatzkräfte waren nach circa einer Stunde am Unfallort und mussten feststellen, dass sich die zwei Bergsteiger schwer verletzt rund 15 Meter tief in einer nur schwer erreichbaren Gletscherspalte befanden. Da aufgrund des starken Windes, des Nebels und der bereits einsetzenden Dunkelheit eine Rettung durch einen Notarzthubschrauber nicht möglich war, wurden zur Erstversorgung Bergretter zu den Verunfallten abgeseilt. Zeitgleich wurde ein aufwändiger terrestrischer Abtransport durch die Einsatzkräfte vorbereitet. Erst gegen 03:00 Uhr konnte der letzte Verletzte an einem geeigneten Zwischenlandeplatz an einen nachtflugtauglichen Notarzthubschrauber übergeben werden."

Polizei Oberösterreich
Presseaussendung


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