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Motorradraser nach mehrmaliger Flucht vor Polizei mit um die 250 km/h nun ausgeforscht
laumat.at/Matthias Lauber

Motorradraser nach mehrmaliger Flucht vor Polizei mit um die 250 km/h nun ausgeforscht

Online seit 28.09.2019 um 15:09 Uhr, aktualisiert am 29.09.2019 um 10:33 Uhr

Hörsching/Linz/Marchtrenk/Traun/Wels.

ADie Polizei konnte nun jenen Lenker eines Motorrades ausforschen, welcher sich mehrmals einer Anhaltung durch die Einsatzkräfte entzog und mit einer Spitzengeschwindigkeit um 250 km/h flüchtete.

"Ein vorerst unbekannter Lenker eines weißen Motorrades entzog sich am 10. und 18. August 2019 im Bereich der Wiener Straße und Mühlkreisautobahn in Linz beziehungsweise Bezirk Linz-Land mehrmals der Anhaltung durch Polizeistreifen. Jedes Mal flüchtete er mit Geschwindigkeiten über 200 km/h und unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln. Am 30. August 2019 um 20:00 Uhr versuchten mehrere Polizeistreifen sowie eine Zivilstreife das Motorrad, das auf der Wiener Straße von Traun Richtung Wels fuhr, anzuhalten. Mit Geschwindigkeiten jenseits von 200 km/h flüchtete der Lenker, wobei er mit dieser Geschwindigkeit auch Kreuzungen bei Rotlicht überquerte und trotz Gegenverkehrs überholte. Eine Straßensperre auf der Wiener Straße in Marchtrenk umfuhr er auf extrem gefährliche Weise. Einen Tag später fiel der Motorradlenker einer Zivilstreife abermals auf der Wiener Straße auf. Im Bereich der sogenannten "Alten Traunerkreuzung" wurde versucht durch ein quergestelltes Polizeifahrzeug den Motorradfahrer anzuhalten. Ein Polizist konnte den Lenker dabei an den Schultern fassen. Unter größter Sturzgefahr gelang es dem Motorradfahrer erneut zu flüchten. Bei der Verfolgung durch das Stadtgebiet Traun kollidierte er seitlich mit einem Zivilstreifenfahrzeug und flüchtete erneut mit über 200 km/h. Großflächige Fahndungen verliefen immer negativ. Bei den Fahrten waren abwechselnd zwei gestohlene Kennzeichen montiert. Polizisten starteten umfangreiche Erhebungen und Befragungen. Schließlich konnten sie einen 19-jährigen Rumänen aus dem Bezirk Wels-Land als Lenker ausforschen. Nach anfänglichem Leugnen zeigte er sich nach Konfrontation mit den Ermittlungsergebnissen größtenteils geständig. Das Motorrad, eine Honda CBR 900 Fireblade Rennstreckenmotorrad mit nachträglich montierter Beleuchtungsanlage, hatte der Rumäne zwischenzeitlich samt den beiden gestohlenen Kennzeichentafeln nach Rumänien verkauft und außer Landes gebracht. Als Grund für das extreme Fluchtverhalten gab der 19-Jährige an, er besitze keinen Führerschein, das Motorrad sei nicht zum Verkehr zugelassen gewesen, er habe gestohlene Kennzeichen montiert und Angst vor einem Aufenthaltsverbot beziehungsweise einer Abschiebung gehabt. Es ist sehr glücklichen Umständen geschuldet, dass es bei den geschilderten Fahrten zu keinen schwerwiegenden Unfällen mit Unbeteiligten gekommen ist. Der Rumäne wird der Staatsanwaltschaft Linz und den Verwaltungsbehörden wegen dutzender Verwaltungsübertretungen angezeigt werden," berichtet die Polizei nun in einer umfassenden Presseaussendung.

Motorradraser nach mehrmaliger Flucht vor Polizei mit um die 250 km/h nun ausgeforscht

Foto: laumat.at/Matthias Lauber


Motorradraser nach mehrmaliger Flucht vor Polizei mit um die 250 km/h nun ausgeforscht

Foto: laumat.at/Matthias Lauber


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Spitzengeschwindigkeit um 250 km/h: Motorradraser lieferte sich Verfolgungsjagd mit der Polizei [31.08.2019]





von Matthias Lauber
am 28.09.2019 um 15:07 Uhr erstellt,
am 28.09.2019 um 15:09 Uhr veröffentlicht,
am 29.09.2019 um 10:33 zuletzt aktualisiert.