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Kurzmeldung

Gewerbsmäßiger Betrug geklärt

20-Jähriger in Haft

Gewerbsmäßiger Betrug geklärt

Online seit 14.04.2019 um 15:13 Uhr

Ried im Innkreis.

Beamte der Polizei führten seit Oktober 2018 Erhebungen gegen einen 20-Jährigen aus dem Bezirk Ried im Innkreis wegen des Verdachts auf Bestellbetrug. Bis Ende Jänner 2019 langten bei der Polizei Anzeigen von mehreren Firmen ein, dass der junge Mann bei ihnen Waren bestellt habe, ohne diese zu bezahlen. Die Vorgehensweise war dabei stets ähnlich. Zunächst hat er Kontakt mit einer Firma aufgenommen und nach einer Freischaltung im Webshop angefragt. Dabei legte er oft einen abgelaufenen Auszug aus dem Gewerberegister vor. In manchen Fällen bestellte er nach voriger Anmeldung direkt im Webshop. In einigen Fällen bestellte der einschlägig Vorbestrafte mehrmals innerhalb kurzer Zeit, oft unter falschem Namen. Am 18. Februar 2019 wurden die Festnahme sowie die Hausdurchsuchung vollzogen. Bei der Hausdurchsuchung wurden in der Altpapiertonne zahlreiche Inkasso-Schreiben, Rechnungen, Mahnungen, Zahlungsaufforderungen etc. von weiteren Firmen sichergestellt. Im Kellerabteil des Einfamilienhauses fanden die Beamten bei der beinahe acht Stunden andauernden Hausdurchsuchung neben einigen Waren der bisher bekannten Firmen weitere betrügerisch herausgelockte Objekte von zahlreichen weiteren Firmen. Dabei handelte es sich überwiegend um Lebensmittel. Diese waren zum Teil auch schon abgelaufen. Die Menge an sichergestellten Waren war so enorm, dass unter anderem zwei LKW notwendig waren, um die gesamte Ware abzutransportieren. Der 20-Jährige wurde schließlich über Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried in die Justizanstalt Ried eingeliefert. Bei den weiteren Erhebungen wurde zudem festgestellt, dass auch der 49-Jährige Vater des Beschuldigten in zahlreichen Fällen an der Tat beteiligt war. Er war es, der den Burschen zu den Betrieben fuhr, um die Waren abzuholen oder trug ihm sogar auf, bei bestimmten Firmen die Ware online zu bestellen. Der 20-Jährige legte nach weiteren Erhebungen ein umfassendes Geständnis ab und belastete damit auch seinen Vater. Es stellte sich heraus, dass der 49-Jährige bei einer Vielzahl an Bestellungen bei insgesamt 18 Firmen tatbeteiligt war. Am 18. März 2019 wurde der 49-Jährige aufgrund einer bestehenden Festnahmeanordnung ebenfalls festgenommen. Da sich die Beweislage inzwischen geändert hatte, konnten aufgrund einer erneuten Anordnung zur Hausdurchsuchung wiederum zahlreiche Gegenstände, diesmal überwiegend Werkzeug, sichergestellt werden, die den Firmen allesamt betrügerisch herausgelockt wurden. Der 49-jährige, der ebenfalls ein umfassendes Geständnis ablegte, wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt. Im Zuge der anschließenden, wochenlangen Erhebungen konnten dem 20-Jährigen schließlich unzählige Bestellungen bei insgesamt 72 geschädigten Firmen sowie ein Fall der Urkundenfälschung nachgewiesen werden. Insgesamt entstand ein Schaden in der Höhe von 167.000 Euro. Durch die Sicherstellungen konnte ein Schaden in der Höhe von etwa 30.000 gutgemacht werden. Den beiden konnte nachgewiesen werden, dass sie im Zeitraum vom Februar 2017 bis zum Februar 2019 in verabredeter Verbindung einen gewerbsmäßigen Bestellbetrug betrieben haben, um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Waren konsumierten sie zum Teil selbst, einen Teil der Waren verkauften sie, um Bargeld zur Verfügung zu haben, da sie beide arbeitslos waren, teilt die Polizei mit.



von Matthias Lauber
am 14.04.2019 um 15:13 Uhr erstellt,
am 14.04.2019 um 15:13 Uhr veröffentlicht.


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